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Von
Nelly Mazloum
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WISSEN
(Technik)
Fleiß (Training)
Kreativität (Talent)
Erfahrung
(Erfolg)
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So stellt sich der
Zusammenhang zwischen dem Vermitteln von Werten und der Erfahrung dar.
Wenn
das Wissen fehlt, gibt es fur die anderen Eigenschaften nichts, woran sie
ansetzen können. Ein Hintergrund echter Werte ist immer eine beruhigende
Quelle, aus der man Kraft schöpfen kann. Erfahrung allein reicht nicht
aus. Im Tanz muss ein Verständnis für genaue Formulierungen gegeben sein,
sonst läuft der Lehrer Gefahr, in Vergessenheit zu geraten und die Schüler
im Dunkeln tanzen zu lassen...
Lehrer, die sich
ausschließlich auf instinktive Informationen aus zweiter Hand verlassen,
besitzen vielleicht einen großen Einfallsreichtum, verfügen jedoch nicht
über das intellektuelle Bewußtsein darüber, WIE EIN TÄNZER mit dem Körper
DENKEN muss.
Der bewußte
Einsatz von Körperenergie in der Bewegung ist etwas völlig anderes als
die mechanische Muskelbetätigung im Alltag.
TANZEN IST EINE KUNST
SICH IM
LEBEN BEWEGEN IST EINE GEWOHNHEIT
Personen
mit natürlicher Anmut und Charme können in ihren Bewegungen und ihrem
Ausdruck im Alltag harmonisch wirken, doch körperlich und geistig
unbeholfen steif werden, sobald sie tanzen sollen, unfähig, ihre
Reaktionen unter Kontrolle zu halten, was ihr natürliches Gefühl für
sie selbst und seinen freien Ausdruck im Tanz völlig außer Kraft setzt.
Ein Tänzer muß
lernen, seine Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen Körperteil zu lenken und
üben, organisch strukturierten Bewegungsmustern zu folgen, ohne auch nur
das geringste Detail zu übergehen.
Ein erfahrener
Lehrer ist sich bewußt, zu welchen Schwierigkeiten fehlerhafte
Anleitungen führen, und weiß, wie im Laufe der Zeit hinderliche
Angewohnheiten daraus entstehen, die nach jahrelangem falschen Training
kaum mehr auszumerzen sind. Fehler haben die gräßliche Angewohnheit,
sich im Nervensystem einzuspeichern und eine Erinnerung zu werden, die
eine freie, fließende Ausführung nicht zuläßt. Darum stellt das
Unterrichten von Kindern so ungeheuere Anforderungen an den Lehrer. Der
Umgang mit dem Körper erfordert großen Sachverstand, vor allem in den frühen
Phasen des Lernens.
Für
das Unterrichten von Kindern sind völlig andere Ausbildungsmethoden
notwendig als für das Unterrichten von Erwachsenen. Der Körper eines
Kindes ist wie ein Schwamm, der alles aufsaugt. Die Wirbelsäule ist
verformbar und neigt dazu, einen falschen Sinn für Ausgewogenheit
anzunehmen, wenn der Lehrer nicht direkt und kontinuierlich auf die Körperhaltung
eingeht. Auf ein Kind strömen alle möglichen Eindrücke ein, die von
Vorteil aber auch von Nachteil sein können. Aufgrund dieser Tatsache trägt
unvermeidlich der Lehrer die volle Verantwortung. Daher muß ein Kind
sensibilisiert werden, ein GEFÜHL
für korrekte und inkorrekte Haltung entwickeln und sie erkennen lernen.
Man sollte ein Kind niemals mit Geringschätzung für Symmetrie, Schönheit
und saubere Ausführung von Schritten aufwachsen lassen. Sanfte Disziplin
und künstlerisches Verständnis sollten ihm von Anfang an eingeprägt
werden. Kinder lernen durch Nachahmung, durch Sehen, Fühlen und Tun. Wenn
der Lehrer kein ideales Anschauungsbeispiel für den Unterrichtsstoff ist,
wird ein verworrenes Bild vermittelt. Ein Kind spricht stärker auf den
physischen Eindruck an, den der Lehrer vermittelt, als auf das, was im
Unterricht gesagt wird. Der Körper eines Kindes funktioniert über
Reflexe. Koordinierungsübungen sollten in Form einfacher Spiele schon früh
eingesetzt werden. Im Training muss das Kind so oft wie möglich sanft und
geduldig dazu gebracht werden, fehlerhafte Stellungen der Füße, der Arme
und des Oberkörpers zu korrigieren.
Es ist des
Lehrers Pflicht, das Kind vor unerwünschten Fehlern zu bewahren, die das
kinästhetische Zentrum des Kindes verzerren können, wenn sie nicht
aufgedeckt werden. Schimpfen Sie nie mit einem Kind, zeigen Sie einfach
den Fehler auf und lassen Sie es langsam üben, bis es perfekt ist. Sorgen
Sie dafür, daß die Kinder glücklich sind, fördern Sie ihr Streben nach
Anerkennung und ihre Liebe zum Tanz. Sorgen Sie dafür, daß ihnen Ihre
Meinung wichtig ist, und loben Sie sie, wenn sie es gut machen. Bleiben
Sie unparteiisch, fair und fürsorglich.
Lehrern, die sich
auf das Unterrichten von Kindern im Tanzen spezialisieren wollen, sollten
immer daran denken, daß die Kultur und die Kunst des Tanzes davon abhängen,
mit welcher Hingabe sie selbst wachsen und erblühen. Sie sind die Helden
und Heldinnen, die die Tänzer und Tänzerinnen der Zukunft ausbilden und
prägen. Von ihrem entschiedenen Willen, Hervorragendes zu leisten, hängt
der Fortbestand des Schönen ab!
Ich
grüße Euch alle von ganzem Herzen und schicke Euch meine Liebe
Übersetzung
aus dem Englischen: Nargis
Copyright
©1999 Nelly Mazloum
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